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Konstantin Wecker

Als Freigeist, der sich dank Elternvorbild immer gegen erstarrte Weltbilder auflehnte, hat Konstantin Wecker alle möglichen Künste ausprobiert. Er hat gesungen, geschrieben und geschauspielert und dabei nie eine Nische unbesucht gelassen, wenn sie ihm denn einen Abstecher Wert schien. So geriet er auch mal in einen Sexfilm und schrieb in den Neunzigern eine Fußballhymne auf den TSV 1860 München, wo doch sein eignes Musik-Café direkt neben deren Stadion lag. Dass er nun mit Klassikleuten durch die Häuser zieht, kann deshalb nur Schubladendenker zum Reflex verleiten: Klassik? Jetzt fällt dem Wecker wohl auch nichts mehr ein! Von wegen. Er ist zwar gerade 72 geworden, aber mitnichten auf dem Trip in die Einfallslosigkeit. Vielmehr ist er mit seinem Programm „Weltenbrand“ und dem multinational zusammengesetzten Kammerorchester der Bayerischen Philharmonie unter Leitung seines Freundes Mark Mast auf einer ganz speziellen Comeback-Tour. Er kehrt quasi zurück in seine Kindheit und Jugend, in der er vom Zauber der sogenannten klassischen Musik eingefangen wurde. „Ich bin eigentlich groß geworden mit Schubert, meinem musikalischer Ziehvater, mit der italienischen Oper und mit der Lyrik von Rilke.“ Die besondere Verbindung von Musik und Poesie haben Weckers Songs seitdem geprägt. Seine Musik sollen den Hörer nicht nur rühren, sondern auch rütteln. Weichmacher gibt es schon genug unter den jungen deutschen Poppoeten. Schön, dass der alte deutsche Poppoet Wecker als Mutmacher auffällt. Welches Etikett ihm dabei angepappt wird – ob Liedermacher oder Nun-also-Klassik-Heini (bei Schubladendenkern) – ist dem Bayern so wurscht wie dem Publikum vor drei Jahrzehnten seine ersten Konzerte mit einem Kammerorchester. Damals, als Punk gerade in war und die Leute nicht wegen, sondern trotz seiner Musik kamen, wie der Musiker sagt.

www.wecker.de

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